Laut Bundesregierung ( http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitssystem/themen_az/infoblaetter/rehabilitation/index.html?param=st ) haben seit dem 1.4.2007 alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen.
HANDSCHMERZEN
chronische Schmerzen in den Händen
(Viele weitere Schmerzthemen unten auf dieser Seite)
Handschmerzen können viele Ursachen haben. Zur besseren Übersicht erfolgt folgende Gliederung:
1. Handschmerzen als einziges Symptom (= Krankheitszeichen) und (in der Regel) nur eine Ha nd betreffend
2. Handschmerzen als Schmerzausstrahlung bei einer Affektion (= Störung / Erkrankung) im Bereich des Arme s
3. Schmerzen in beiden Händen bei neurologischen oder internistischen Grunderkrankungen
1. Handschmerzen als einziges Symptom (= Krankheitszeichen)
a) Die häufigste Ursache für Handschmerzen sind sicherlich Verletzungen (z.B. Prellungen, Verstauchungen). Normalerweise klingen diese Schmerzen bei entsprechender Behandlung rasch wieder ab.
b) Erkrankung von
Sehnen
Die häufigste Ursache für eine
Sehnenscheidenentzündung
sind mechanische Überlastungen, so. z.B. übermäßige Arbeiten am Computer. Diese
Überlastung kann zu winzigen Verletzungen (Mikrotraumen) führen. Die darauf
folgende Reaktion ist eine lokale En
tzündung. Bakterielle Infektionen als Ursache sind selten. Mehr über
diese Erkrankung einschließlich Behandlung erfahren Sie hier:
http://www.sudeck-dystrophie.de/sehnenscheidenentzuendung
(einfach anklicken).
Auch die Verengung von
Sehnenscheide
n kann zu Handschmerzen
führen. Die Therapie besteht in einer operativen Spaltung.
c) Seltener führt die Dupuytren´sche Kontraktur zu Handschmerzen. Dabei handelt es sich um eine gutartige knotige und strangförmige Fibromatose (= Bindegewebswucherung) der Ha nd, die zu einer Streckhemmung und gelegentlich zu einer Adduktionkontraktur (= zusammengezogene, unwillkürliche Dauerverkürzung) der Finger. Im fortgeschrittenen Stadium kann eine Operation durchgeführt werden.
d)
Morbus Sudeck
(Komplexes
regionales Schmerzsyndrom bzw.
CRPS Typ I) im Ha
ndbereich
Dabei handelt es sich um reaktive, neurovaskulär
(= Nerven- und Gefäßsystem
betreffend) bedingte, in 3 Stadien
ablaufende
Weichteil- und
Knochen
veränderungen rumpfferner
Gliedmaßen
abschnitte als Verletzungsfolge (v.a. nach Knochenbrüchen), aber auch
nach
Entzündungen oder
Nervenschädigungen, einhergehend mit heftigen
Handschmerzen.
Mehr über diese Erkrankung einschließlich Behandlung erfahren Sie hier:
www.sudeck-dystrophie.de
(einfach anklicken).
e) Nach
Amputationen
können Handschmerzen als
Stumpfschmerzen auftreten. Auch nach einer
Armamputation
können isolierte Handschmerzen auftreten, man spricht dann von
einem
Phantomschmerz.
Mehr über
Stumpf- und
Phantomschmerzen einschließlich deren Behandlung erfahren Sie hier:
http://www.schmerzen-chronische.de/amputation
(einfach anklicken).
f) Die
Cheiralgia paraesthetica,
teilweise auch
Chiralgia paraesthetica
genannt, äußert sich in
Daumenschmerzen und
Parästhesien (=
Mißempfindungen) an der lateralen
(= äußeren)
Daumen
seite und am daumenseitigen Ha ndrücken, bedingt
durch Kompression des Nervus digitalis dorsalis. Es handelt sich also um ein
Engpaßsyndrom, meist infolge einer mechanischen Irritation des Nervs z.B.
durch ein (zu enges) Uhrarmband. Mehr über diese Erkrankung einschließlich
Behandlung erfahren Sie hier:
www.cheiralgia-paraesthetica.de
(einfach anklicken).
2. Handschmerzen als Schmerzausstrahlung
a) Beim
Karpaltunnel-Syndrom
handelt es sich um ein
Kompressionssyndrom
(= Krankheitszeichen bei zu
starker Einengung) des Nervus
medianus in diesem Kanal infolge einer mechanischen Reizung. Dabei klagen die
Patienten über
Brennschmerzen in der (mittleren)
Ha
nd
und des angrenzenden Unterarmes, vor allem bei Dorsalflexion
(= Überstreckung der
Han
d). Der
Schmerz kann bis
zur
Schulter
ausstrahlen.
Je nach Ausmaß der Störung treten Hyp- und
Parästhesien
(= herabgesetzte Empfindung
und Mißempfindungen), Kältegefühl und
Hyperhidrose (= übermäßige Schweißbildung),
später auch Atrophie
(= Gewebsschwund) der Daumenballen
muskulatur
(Abduktor-Opponens-Atrophie)
hinzu.
Mehr über diese
Schmerzerkrankung
einschließlich
Schmerzbehandlung
erfahren Sie hier:
http://www.karpaltunnelsyndrom.org
(einfach anklicken).
b) Auch Affektionen
(= Störungen/Erkrankungen)
des
Handgelenk
s können zu Handschmerzen
führen.
Mehr darüber erfahren Sie hier:
http://www.brachialgie.de/handgelenksschmerzen (einfach anklicken).
c) Beim klassischen Schulter-Ha nd-Syndrom liegt die Kombination einer
Sudeck Erkrankung der Ha nd mit einer Periarthritis humeroscapularis vor. Typischerweise besteht ein Ruheschmerz im Bereich des Armes mit Schmerzverstärkung bei Belastung. Manchmal treten begleitend vegetative Krankheitszeichen wie Kälte, Zyanose (= bläuliche Verfärbung der Haut) oder Schwitzen auf.3. Schmerzen in beiden Händen bei neurologischen oder internistischen Grunderkrankungen
a) Die
Polyneuropathie
ist eine Krankheit des sog. peripheren
(= außerhalb von Hirn und
Rückenmark) Nervensystems und
betrifft sowohl sensible (= der Empfindung dienende)
als auch motorische
(= die Muskeltätigkeit regelnde) Ner
ven. Die ersten Symptome
(= Krankheitszeichen)
sind Missempfindungen wie Kribbeln, Brennen oder unangenehme
Temperaturempfindungen. Im weiteren Verlauf treten Sensibilitätsstörungen
(= z.B. herabgesetzte
Wahrnehmung von Berührungen, vermindertes Vibrationsempfinden)
und
Schmerz
en (hpts. in
Füßen,
Unterschenkel,
Händen) hinzu.
Mehr über dieses Krankheitsbild einschließlich Behandlung erfahren Sie hier:
http://www.polyneuropathie.com (einfach anklicken).
b) Beim
Morbus Raynaud liegen im weitesten Sinne akrale
(= das äußere Ende betreffenden)
Durchblutungsstörungen der Hände
oder Fü
ße vor (akrales
Ischämiesyndrom), im engeren Sinne handelt es sich um funktionelle
Durchblutungsstörungen (vasospastisches
Syndrom oder
Ischämiesyndrom).
Das vasospast
ische
(= die krankhafte Verengung von Schlagadern betreffendes)
Synd rom entsteht durch eine
überschießende, funktionelle Gefäßverengung durch muskuläre Kontraktion
(= Verengung,
Zusammenziehen) der Tunica media
(= mittlere Muskelwandschicht einer Schlagader);
insbesondere an Fin ger- und
Zehen arterien. Besonders
bei Kälteexposition kommt es zu
Schmerz en in den
Händen, z.T. aber auch in den Fü
ßen.
Mehr über diese Krankheit einschließlich
Behandlung erfahren Sie hier:
http://www.raynaud-krankheit.de (einfach
anklicken).
c) Bei der Erythromelalgie (auch als Erythralgie, Erythermalgie, Erythrozyanose oder Erythrothermalgie bezeichnet) liegt eine Hauterkrankung mit Durchblutungsstörung vor. Diese Störung beruht aber nicht auf Blutmangel sondern auf einer überschießenden Durchblutung. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch brennende, schmerzhafte Sensationen im Bereich der Füße, (seltener) aber auch der Hä nde. Wärme verstärkt die Beschwerden. Die Schmerz bereiche sind häufig gerötet (deshalb der Begriff "erythro" in der Krankheitsbezeichnung), teilweise aber auch zyanotisch (= bläulich verfärbt), was dann zu einer Verwechslung mit der Raynaud Krankheit führen kann. Manchmal treten auch Schwellungen bzw. Ödeme (= krankhafte Flüssigkeitsansammlungen) auf. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.erythromelalgie.eu (einfach anklicken).
Zur Behandlung von Schmerzen in den Händen
hat sich die
kontinuierliche Blockade des Plexus brachialis*
(= Armnervengeflecht)
sehr bewährt.
Da der Pl
exus brachial
is reich an vegetativen
(= das unwillkürliche
Nervensystem betreffenden)
Nervenfasern ist, tritt neben der nozizeptiven
(= die Schmerzreizleitung betreffenden)
Hemmung auch eine ausreichende sympathikolytische
(= gefäßerweiternde)
Wirkung ein.
Bei herabgesetzter
Lokalanästhetika-Konzentration (z.B. 10 bis 15 ml Bupivacain, 0,1 bis 0,15%)
bleibt die Motorik (=
Muskelkraft) erhalten, so daß
begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen für die Hä
nde möglich sind (beim
Morbus Raynaud
trainingshalber auch mit Kälteexposition).
Die Methode kann zeitgleich beiderseits durchgeführt werden, aus
Sicherheitsgründen sollte bei repetitiver Applikation
(= wiederholter Einzelverabreichung)
diese alternierend (=
im Wechsel) erfolgen.
Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die
Blockade
(=Betäubung)
des
Ganglion stellatum
(= eine vegetative Schaltstelle
im seitlichen Halsbereich) in
gehäufter Abfolge, optimal in kontinuierlicher Form mit Katheter*.
* Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Ner ven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das Lokalanästhetikum (= örtliches Betäubungsmittel) völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Nerven betroffen sind, woraus, wie oben schon ausgeführt, eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerzen, die auf eine verminderte Blutversorgung, auf entzündliche oder auch degenerative Prozesse zurückzuführen sind, sehr hilfreich ist, denn eine gute Durchblutung wirkt entzündlichen und degenerativen Schmerzursachen kausal (= ursächlich) entgegen.
Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation, weil damit die betroffenen Patienten oftmals überhaupt erst in einen rehabilitationsfähigen Zustand gebracht werden können. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken).
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>21.08.2007</> kusb
A
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B
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Brustamputation,
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C
Chronischer Schmerz (www.schmerz-chronischer.de)
(1),
chronischer-schmerz (www.chronischer-schmerz.org)(2),
chronischer Schmerz (http://www.chronischer-schmerz.eu)(3),
Cephalalgia,
D
Daumensattelgelenk (www.daumensattelgelenk.de),
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Diskushernien (http://www.diskushernien.de),
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Durchblutungstörung,
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E
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Ellenbogen (www.ellenbogen-info.de),
EMDR (www.em-dr.de),
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Entzug,
Entzugsbehandlung,
Epidurale Blockade (Peridurale
Blockade)
F
Fersenbein (www.fersenbein.de),
Fortbildung Spezielle Schmerztherapie,
Fortbildung Anästhesie und
Schmerztherapie (www.anaesthesie-cme.de)
G
Ganglion stellatum,
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H
Herpes zoster-Erkrankungen,
Hinterkopf (www.hintekopf.org),
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Hypnobehandlung (www.hypnobehandlung.com)
I
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Schmerztherapie,
Ischämie (www.ischämie.com
/ www.xn--ischmie-8wa.com),
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Kaudale-Blockade (Sakrale Blockade),
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kontinuierliche
Nervenblockade des
Nervus supraorbitalis,
Plexus
brachialis,
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Nervus medianus,
Nervus radialis,
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Nervus ischiadicus,
Nervus peroneus communis,
Kopfschmerz
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